Mystery-Tour 2011: Gedächtnisverlust

Nach der Einführung des Lesers in die Geschehnisse erscheint direkt eine Frau, die ihr Gedächtnis verloren haben will. Sie bittet Kogoro Mori darum, sie auf ihrer Erinnerungsreise zu begleiten. Anhaltspunkte bieten dabei acht Skizzen, auf denen die Frau einzelne Erinnerungsstücke aufgezeichnet hat.

Soweit so gut. Doch neben dem Gedächtnisverlust bietet die Folge handlungstechnisch nicht wirklich mehr. Ab und zu wird mit netten Nebensächlichkeiten abgelenkt oder auf neue technische Geräte verwiesen.

Allerdings kommen dieses Mal alle Musiker oder Musikbegeisterten voll und ganz auf ihre Kosten, da neben den acht Skizzen auch ein spezielles Lied eine besondere Rolle in dem Fall einnimmt. Gleich zu Beginn und noch einmal inmitten des Falls singt die Frau ohne Gedächtnis Ausschnitte des Liedes, die natürlich ebenfalls wichtig für die Lösung des Falls sind.

Und dort ging es auch gleich positiv weiter: Nachdem die Auflösung im Vergleich zu sonstigen Fällen doch schon recht früh in der zweiten Folge durch den schlafenden Kogoro begann, wurden dann noch einige interessante und für den Zuschauer spannende Elemente eingebaut. Auch der Ortswechsel ist bei anderen Auflösungen durch den schlafenden Kogoro ja eigentlich nicht üblich und stellt daher wohl eine abwechslungsreiche Ausnahme dar.

Nichtsdestotrotz fällt es mir immer noch schwer, zu erklären, wie die Zusammenhänge im Fall nun genau waren. Um also alle Details der Mystery-Tour zu erkennen und sie genau nachvollziehen zu können, muss man die Folgen sicherlich ein weiteres Mal anschauen. Aber vielleicht leide auch ich einfach nur unter Gedächtnisverlust und kann daher die Einzelheiten nicht mehr zusammensetzen.

Alles in allem halte ich diese Mystery-Tour für durchaus für gelungen. Dennoch würde ich aufgrund einiger inhaltlicher Schwächen und eines mehr oder weniger fehlenden (roten) Fadens in der Bewertung nicht über 3 von 5 Detective-Boys-Abzeichen hinausgehen. Für Fans der Mystery-Tour natürlich ein absolutes Muss!